Langzeiteffekte der Pille: Unterdrückter Eisprung schadet den Knochen

Was macht die Pille auf Dauer mit uns? Diese Serie nimmt die Langzeitwirkungen unter die Lupe. Diesmal geht es um unseren unterdrückten Eisprung – und wie er unserer Knochengesundheit massiv schadet. 

Wer einen natürlich Zyklus inklusive des allmonatigen Eisprungs (Ovulation) durchlebt, tut seinem Körper etwas Gutes. Studien zeigen, wie wichtig die Ovulation für die Knochen-, Brust- und Herz-Gesundheit von Frauen ist.

In diesem Blog gehe ich auf folgende Fragen genauer ein:

Was genau versteht man unter Ovulation?

Was macht der Eisprung mit unseren Knochen?

Die Folgen eines unterdrückten Eisprungs für unsere Brust- und Herzgesundheit werde ich im nächsten Blogpost besprechen.

 

Was genau versteht man unter Ovulation?

Wörtlich bedeutet Ovulation, dass das Ei die Eierstöcke verlässt. Nur durch diesen Vorgang sind die Schwangerschaft und Geburt eines Babys möglich. Daneben sorgt der Eisprung dafür, dass der Körper beginnt, das Hormon Progesteron zu produzieren.

Hier liegt der Schlüssel: Der Eisprung ist ein klares Signal für einen gesunden Frauenkörper. Es ist ein Urinstinkt unseres Körpers, nur bei Gesundheit den Eisprung zuzulassen. So hätte etwa eine kranke, gestresste oder hungernde Frau in der Steinzeit kein Kind bekommen können – da dieses ohne fitte Mutter sonst wenig Überlebenschancen gehabt hätte.

Laut Dr. Jerilynn C. Prior, wissenschaftliche Direktorin des Zentrums für Menstruation und Ovulation, muss eine Frau sich in einem guten emotionalen, ernährungsphysiologischen und sozialem Zustand befinden, damit ein Eisprung stattfindet. Das heißt: Wer Nährstoffmangel hat oder unter emotionalem oder sozialem Stress leidet, wird keinen Eisprung haben.

Diese Theorie belegen Studien: So hatten japanische Krankenschwestern in der Ausbildung in den Lehrjahren besonders selten ihren Eisprung, in denen es die häufigsten Examen und Deadlines gab.

Schon allein der weit verbreitete Diätwahn unter Frauen und die Sorge zuzunehmen reichen aus, dass unsere Cortisol-Level nach oben schnellen. Die Folge ist eine gestörte Ovulation, die gar nicht oder verkürzt stattfindet.  Wer hungert, kann also nur schwer schwanger werden.

 

Was macht der Eisprung mit unseren Knochen?

Unsere Knochen bleiben stark, indem sie sich im Laufe unseres Lebens immer wieder erneuern. Zuerst werden alte Knochen von Zellen namens Osteoclasten abgebaut. Danach werden neue Knochen von Zellen namens Osteoblasten aufgebaut. Das Hormon Östrogen verlangsamt die Arbeit der Osteoclasten und beugt so Knochenschwund vor. Das Hormon Progesteron hingegen stimuliert die Osteoblasten und hilft so, neues Knochenmaterial entstehen zu lassen.

Wir beginnen mit dem Knochenaufbau im Uterus und in unseren frühen Teenager-Jahren bis zu einem Höhepunkt der Knochendichte, den unser Körper im Idealfall bis kurz vor der Menopause aufrechterhält.

Eine Studie bewies, dass Frauen zwischen 20 und 40, bei denen nur einmal kein Eisprung stattfand, an Knochenmasse verloren. Nur die Frauen mit regelmäßiger Ovulation konnten ihre Knochenmasse aufrechterhalten.

Das Problem: Wer die Pille nimmt, unterdrückt seinen Eisprung. Das ist vor allem bei Teenagern und jungen Frauen besonders fatal, da sie den Eisprung genau in der Zeit verhindern, in der er eigentlich dabei helfen sollte, Knochen aufzubauen.

Selbst wenn Ihr die Pille absetzt und Euer Eisprung wieder schnell zurückkehrt, habt Ihr Eurem Körper Jahre des Knochenaufbaus geraubt und Euer Risiko für Osteoporose massiv erhöht. Auch bei mir ist das der Fall. Wir müssen daher besonders auf eine gute Ernährung und einen gesunden Lebensstil achten, um zu retten, was noch zu retten ist. Und wir müssen daraus lernen: Keine Mutter sollte zulassen, dass ihre Tochter die Pille verschrieben bekommt. Denn das raubt ihr die Möglichkeit, starke Knochen aufzubauen.

Was der unterdrückte Eisprung außerdem noch anrichtet, werde ich in der nächsten Folge behandeln.

 

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