Macht die Antibabypille depressiv?

Es ist erschreckend: Die Pille hat zahlreiche Nebenwirkungen – doch die wenigsten Frauen wissen davon, da Frauenärzte meist nicht genügend aufklären. Dagegen will ich etwas tun und stelle Euch in meiner neuen Serie „Gründe gegen die Pille“ die schlimmsten Nebenwirkungen vor. Heute geht es um das Thema Depressionen.

Ich habe vor kurzem eine liebe Schulfreundin getroffen. Sie sprach mich auf den Blog an und berichtete, dass sie auch nicht mehr viel von der Pille hält. Dann bestätigte sie ein Gefühl, das ich schon länger mit mir herumtrug: Das manche der Antibabypillen die Stimmung extrem beeinflussen können. „Ich dachte, ich werde depressiv“, erzählte sie mir.

Das Thema hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Ich habe auch schon von einigen Youtuberinnen gehört, dass sie die Pille als Auslöser für eine Depression sehen. Aber wie ist die Faktenlage? Gibt es Studien, die das diffuse Gefühl vieler Frauen bestätigen?

Die Pillensorten im Überlick.
Die Pillensorten im Überlick. Klicke zum Vergrößern.

Die gibt es. Erst im November vergangenen Jahres veröffentlichte die medizinische Fachzeitschrift „JAMA Psychatrie“ eine großangelegte Studie der Universität Kopenhagen zu diesem Thema: Dabei wurden eine Million dänischer Frauen zwischen 15 und 34 Jahren, die die Pille einnahmen, über 13 Jahre lang begleitet. Die Forscher fanden heraus, dass die Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken für Frauen, die ein Kombinationspräparat mit zwei Wirkstoffen (Ein-, Zwei-, Dreiphasen-Pille, siehe Grafik) einnahmen, um 23 Prozent stieg. Bei Frauen, die mit der Minipille (Grafik) verhüteten, stieg das Risiko auf 34 Prozent.

Am gefährlichsten ist die Pille allerdings für Teenager: Sie haben mit den Kombinationspräparaten ein 80-prozentiges Risiko, depressiv zu werden. 

Wer nun denkt, mit anderen Hormonpräparaten wie dem Pflaster oder Ring die Gefahr umgehen zu können, freut sich zu früh. Hier zeigten die Forschungsergebnisse eine noch höhere Erkrankungsrate.

Durch diese Studie wird also klar ersichtlich, dass Depression definitiv eine durchaus häufig auftretende Nebenwirkung der Pille sein kann. Jede Frau tut gut daran, auf hormonelle Verhütung zu verzichten. Ich werde in der Serie „Gründe gegen die Pille“ weiterhin erschreckende Nebenwirkungen aufführen, damit der Unwissenheit über die Gefahren der Antibabypille ein Ende gesetzt wird.

Wer die Pille absetzen will, kann sich hier nützliche Tipps holen. Ihr sucht nach einer hormonfreien Verhütungsmethode? Dann schaut am besten mal hier rein. Ihr habt Fragen zu dem Thema? Hinterlasst gerne einen Kommentar oder schreibt mir über das Kontaktformular.

 

Ein Kommentar zu „Macht die Antibabypille depressiv?

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