Milchprodukte töten Kälber – und machen uns süchtig

„Ohne Käse könnte ich nicht leben!“ Diesen Satz habe ich oft gehört – und auch schon selbst ausgesprochen. Trotz alledem lebe ich seit mittlerweile seit fast sechs Jahre völlig käsefrei. Denn ich verhindere damit viel Leid und habe meinen Körper dadurch von einer echten Sucht befreit.

Käse verursacht Tierleid

Bevor ich vegan wurde, lebte ich eine Zeit lang vegetarisch und wähnte mich damit auf der ethischen Sonnenseite. Für Milchprodukte muss schließlich kein Tier leiden, denn eine Kuh gibt doch sowieso die ganze Zeit Milch und ist froh, wenn sie gemolken wird – Oder?

Von wegen! Warum geben Säugetiere Milch? Um ihre Babys zu ernähren. Das ist bei Kühen nicht anders als bei uns Menschen. Deshalb gibt eine Kuh auch nur nach der Geburt ihres Kindes Milch – und nicht die ganze Zeit! Folglich muss das Tier die ganze Zeit schwanger gehalten und ein Kalb nach dem anderen gebären.

 

Mensch trinkt Milch, Kalb wird geschlachtet

Direkt nach der Geburt wird das Kind der Mutter weggenommen. Männliche Kälber werden sofort geschlachtet, da sie sich aufgrund ihrer genetischen Grundlagen nicht zur Mast eignen. Das weibliche Kalb darf leben, wenn der Bedarf einer weiteren Milchkuh gerade da ist. Wenn nicht, wird auch es zur Schlachtbank geführt.

Mutter und Kind leiden extrem und rufen oft wochenlang nach der Geburt noch nacheinander. Und der Mensch schlürft währenddessen in aller Seelenruhe die Milch, die  eigentlich für das Kälbchen bestimmt ist.

 

Eiter, Blut und Medikamente in der Milch

Das Kalb kommt zur Schlachtbank, während der Mensch die Milch seiner Mutter schlürft.
Das Kalb kommt zur Schlachtbank, während der Mensch die Milch seiner Mutter schlürft. Foto: pixabay

Auch abgesehen davon ist das Leben einer Kuh alles andere als angenehm. Weniger als die Hälfte haben überhaupt Zugang zu einer Weide. Das heißt, sie verbringen ihr Leben Tag und Nacht in einem Stall. Die Kühe werden alle acht Stunden gemolken. Eine solch enorme Milchleistung ist nur durch extreme Züchtungen erreicht worden.

Dabei ist das Euter aber empfindlich – ähnlich wie auch eine menschliche Frauenbrust. Doch der Melkroboter nimmt darauf keine Rücksicht. Die Folge? Eine schmerzhafte Eiterentzündung, die Mastisis, ist nicht selten. Eine kurze Bildersuche zeigt: Dabei wird das Euter blutig, oft eitert es sogar. So ist es nicht selten, dass Blut und Eiter auch in der Milch landen (deshalb wird Schwangeren auch vom Rohmilchkonsum abgeraten).

Um diese Entzündungen in den Griff zu bekommen, werden den Tieren in großem Umfang Antibiotika verabreicht. Und auch davon findet man Rückstände in der Milch.

Mit frischer Milch von zufrieden grasenden Kühen hat die Realität absolut nichts mehr zu tun.

 

Milch und Käse machen süchtig

Trotzdem kommen wir nicht von der Milch los. Aber warum? In der Tat ist etwas dran an dem Satz: „Ich bin süchtig nach Käse.“ Denn Milch enthält ein Opiat namens Casomorphin. Und zwar jede Art von Milch – auch die der Menschen. Das ist auch gut so, da es dafür sorgt, dass Säuglinge die Milch trinken wollen. Sind die Babys alt genug, kann man ihnen die Milch langsam abgewöhnen und sie mit fester Nahrung vertraut machen.

Das Problem? Menschen wollen sich die Milch gar nicht abgewöhnen, sie wechseln nach der Muttermilch einfach zur Milch einer anderen Art. Wer sich einmal vorstellt, dass eine andere Tierart so etwas machen würde, merkt erst, wie krank das eigentlich ist.

Nun ist das Problem, dass Kuhmilch 20-mal so viel Casomorphin enthält wie die Milch des Menschen. Gewinnt man daraus Käse, ist die Konzentration des Opiats noch einmal deutlich höher. Daher stimmt es wirklich, dass Käse eine physische Abhängigkeit erzeugt. Der menschliche Körper braucht etwa einen käsefreien Monat, bis seine Gier danach nachlässt.

Folglich ist es durchaus sinnvoll, sich mit veganen Alternativen über diese Zeit zu helfen. Der vegane Käse, den es in Supermärkten gibt, hat mich als einstigen Käseesser aber nicht wirklich überzeugen können. Selbstgemachte Sachen hingegen umso mehr. Deshalb werde ich hier im Laufe der Zeit einige meiner liebsten Alternativen veröffentlichen. Seid gespannt.

 

Habt ihr noch Fragen oder Anregungen zum Thema Milch und Käse? Lasst es mich gerne wissen.

 

2 Gedanken zu &8222;Milchprodukte töten Kälber – und machen uns süchtig&8220;

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