Gesunder Snack: Grünkohlchips

Zu einem Filmabend gehören Snacks einfach dazu. Am liebsten mag ich meine Snacks salzig, knusprig und fettig. Doch das müssen weder ungesunde Salzstangen noch Chips sein. Leckere Fernsehsnacks gibt es auch in gesund. Mein Favorit: Grünkohlchips – und das mit weitem Abstand. Denn sie sind nicht nur wahnsinnig lecker, sondern auch ganz einfach zu machen. 

Grünkohl ist mein absolutes Lieblings-Blattgemüse. Den Winter an sich mag ich zwar überhaupt nicht, aber aus einem Grund freue ich mich dann doch auf die kalte Jahreszeit: Die Grünkohl-Saison beginnt!

Vor allem für Veganer und Vegetarier ist diese Kohlsorte der absolute Jackpot: Er erhält enorme Mengen der Vitamine K, C und A, Folsäure (vor allem für Schwangere essentiell) und wichtige Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium sowie das Spurenelement Kupfer. Zudem steckt er voller Beta-Carotine, die die Sehkraft verbessern und gegen Alterungsprozesse schützen, sowie krebshemmender Senföle, sogenannter Glukolsinolate. Seine hohe Zahl an Ballaststoffen fördert außerdem die Verdauung, er ist ein sehr proteinreiches Gemüse und er enthält so viel Eisen (etwa 2 mg auf 100 Gramm), dass er als das Rindfleisch der Vegetarier gilt.

Trotz seiner hohen Nährstoffdichte ist Grünkohl kalorienarm. Er wird auch in Deutschland angebaut und ist während der Wintermonate zu günstigen Preisen in allen Bioläden und einigen Supermärkten zu haben. Das unterscheidet ihn von anderen, als „Superfood“ gehypten Lebensmitteln, die man nur zu horrenden Preisen erhält.

Ich mag Grünkohl roh im Salat, püriert im Smoothie oder kurz blanchiert mit gerösteter Paprika. Aber als Chips schmecken die Blätter mit weitem Abstand am besten (sogar alle meine fleischfressenden Freunde sind davon begeistert.)

Wichtig: Grünkohl nach dem Marinieren gut durchkneten.
Wichtig: Grünkohl nach dem Marinieren gut durchkneten.

Zutaten für 1 Blech:

  • 100 g Grünkohl
  • Hefeflocken (ich empfehle die von Dr. Ritter, andere mag ich nicht so)
  • 3 EL Essig
  • 2 EL Olivenöl
  • 1/2 bis 1 TL Salz (je nachdem, wie salzig Ihr es mögt)
  • etwas Pfeffer

Ofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Grünkohl waschen und trocken tupfen. Die Blätter in mundgerechte Stücke reißen und in eine Schüssel geben. Mit Essig und Öl beträufeln und mit Salz und Pfeffer bestreuen, vermischen und gut durchkneten, bis der Grünkohl ein wenig weicher wird.

Ich verteile meinen Grünkohl so, dass sich die Blätter nicht überlappen.
Ich verteile meinen Grünkohl so, dass sich die Blätter nicht überlappen.

Auf einem Backblech so verteilen, dass die Blätter flach daraufliegen und sich nicht überlappen. Mit Hefeflocken beträufeln, dass alle Blätter etwas bedeckt sind und für etwa 15 bis 20 Minuten in den Backofen schieben. Am besten behaltet Ihr die Chips immer ein bisschen im Auge, weil sie je nach Ofen schneller fertig werden. Perfekt sind sie dann, wenn sie knusprig, aber noch grün (auf keinen Fall braun!) sind. Ich hole sie immer nach und nach heraus, weil manche schneller knusprig werden als andere.

Tipp: Wenn die Grünkohl-Saison zu Ende ist und Ihr Lust auf Grünkohl-Chips habt, müsst Ihr nicht traurig sein. Im Rezept kann man den Grünkohl 1:1 durch Wirsing ersetzen. Schmeckt ähnlich lecker und Wirsing ist das ganze Jahr über im Supermarkt erhältlich.

Wollt Ihr etwas zu Grünkohl wissen oder habt Ihr noch andere tolle Rezeptideen für mein Lieblingsgemüse? Erzählt mir gerne davon! 

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